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© Lukas Dostal


Lisa Spalt, geb. 1970 in Hohenems. Studium der Deutschen Philologie und Romanistik. Herausgeberin der kleinen idiogmatischen Reihe. Lebt in Wien. Veröffentlichte zuletzt: „Grimms“ (Ritter, 2007), „Blüten. Ein Gebrauchsgegenstand“ (Czernin, 2010).
www.lisaspalt.info



Doch dann … doch du


Mein Analogismus, ein Analgetikum aber doch! Hundert Jahre alt – meine analogistische Persönlichkeit!
Andererseits: Es gibt eine Welt. So nennen wir einfach ein ETWAS / TUN, das Blasen erzeugt oder blaue Flecken.
Der Schmerz – eine Analogie, die sich durchaus durchziehen kann: dadurch; oder am Ende: durchaus.
Ein Begriff bildet sich, SO (dass) man DAS berührt.
Zum Beispiel: warmer Tuff, in den eine Tagesration Sonne eingeschlossen worden ist, sodass er beseelt erscheint, ganz wie du, etwas gerundet und ungefähr, sagen wir: trocken, staubig, als wären wir …
Doch dann … und …
Wooah, tausende Jahre alt, diese deskriptive Persönlichkeit, die ich benütze.
Das ist jetzt aber alles.
Sonst aber … sonst!
Aber man sollte dennoch niemals darüber hinaus … Zum Beispiel schießen!
Du sagst, du schießt niemals …
Nun, wer weiß, wen man, was schlimmer ist, mit einfach SO ETWAS trifft; mit dem blöden DISKUS der DISKURSIVITÄT; dem HANDELSÜBLICHEN Gummi eben, wie er sich in den Bumerang formen möchte. Und wenn das Telefon klingelt, ist man entdeckt; nach allem (geformt), was so gesagt worden ist und so was (so wHAT); nachdem, was SACHE ist; das Ergebnis meines Handelns … Du hast keinen Zusammenhang, also rede mit mir (VIRUS, der meine Zellen zur Fortpflanzung benützt); hat mich im Visier; dass sie es ist (dass sie GANZ DIE ALTE ist) …
Wenn SIE ein Gespräch realisieren will, muss ich MICH von jeher…
Mein Gespräch hatte noch nie WAS mit Dingen, klar?
Nenne Hermes.
Nenne mehr es.
Mehre … et cetera; ich kann das.
Ein Leben für die Glossolalie!
Ich bin aber jetzt auch total für diesen LEGAL OIL LOSS.
Du fehlst mir eben so; EBEN-SO (eine Welt, in deren Atmosphäre ich atmen soll): Ich will mich für dich ins Zeug legen …
Und man legt sich, dem PLAN des Tages gehorchend, ins Bett, auf die papierweiße Autobahn dieser Gedanken, wie auch immer. Man fühlt sich nicht / man fühlt sich nicht müde, rotiert darum: rohes Fleisch am Spieß … Es muss durch, es muss ja durch … es muss werden.
Und es sind nicht die Gedanken, die rotieren, wenn man nicht schlafen kann, es sind die Augen, ist dir das schon einmal aufgefallen?
Doch dann – die tröstliche Hand (natürlich nur im Traum, wie extra-überreal).
Bereits schläft man den bunten Schlaf der Vernunft.
Man wacht auf und weiß: Ich habe mich erholt; wo man vorher nicht einmal wusste, dass das nötig war. Und man ist – allerdings noch – erhitzt, doch zurückgekehrt in den ungefähren Umriss, den man sich beim Zähneputzen ausgedacht hat. Aber der fühlt sich dann doch noch etwas feucht und klebrig, fühlt sich an, dieser Rest am Keksförmchen, wie unscharf; und von der Frisur her wie von der Möglichkeit auf eine Tatsache herabgebacken, doch …
Jemand weiß: Man ist auf einem unbestimmten Weg der Besserung.
Wie Gurgeln bei Halsschmerzen; das ist ziemlich logisch.
Was sollte man auch anderes mitzuteilen haben als Hausrezepte – NATÜRLICH, das ist ES!
Alles wird eine magnetische Anziehung haben, was eine spezifische Art von nichtigen Beobachtungen betrifft …
„Hast du das auch? Kennst du das auch?“ … nach diesem Modell ungefähr.
So geht das – diese Sammlung! Eine quasi richtig erotische Zuneigung zu diesen weggeworfenen, vielleicht aber nicht einmal aufgenommenen Dingelchen, was …
Warum sollte man so ETWAS jedoch mit jemandem teilen, warum sollte man es dürfen? Was jeden Tag vorkommt, warum das?
Das kleine, flache Stück weißes Plastik MIT den runden Löchern beispielsweise, das ich neben dem Acker gefunden habe: Ich HEBTE es auf, weil es ein rührender Fehler in der Landschaft war. Dann erst sah ich, dass der Abzugbügel einer Granate oder was weiß ich darunter mit dem Lehm fest verbunden … Und kurze Zeit später, am Fuß der Festung Messada das grelle Bonbon und daneben die Patronenhülse, als agiere der Zufall symbolisch, als spräche der Zufall zu mir über eine Figurensprache, die ich intuitiv halb verstand.


Nun, wer weiß, wen man, was schlimmer ist, mit einfach SO ETWAS trifft; mit dem blöden DISKUS der DISKURSIVITÄT; dem HANDELSÜBLICHEN Gummi eben, wie er sich in den Bumerang formen möchte. Und wenn das Telefon klingelt, ist man entdeckt; nach allem (geformt), was so gesagt worden ist und so was (so wHAT); nachdem, was SACHE ist; das Ergebnis meines Handelns … Du hast keinen Zusammenhang, also rede mit mir (VIRUS, der meine Zellen zur Fortpflanzung benützt); hat mich im Visier; dass sie es ist (dass sie GANZ DIE ALTE ist) …
Wenn SIE ein Gespräch realisieren will, muss ich MICH von jeher…
Mein Gespräch hatte noch nie WAS mit Dingen, klar?
Nenne Hermes.
Nenne mehr es.
Mehre … et cetera; ich kann das.
Ein Leben für die Glossolalie!
Ich bin aber jetzt auch total für diesen LEGAL OIL LOSS.
Du fehlst mir eben so; EBEN-SO (eine Welt, in deren Atmosphäre ich atmen soll): Ich will mich für dich ins Zeug legen …
Und man legt sich, dem PLAN des Tages gehorchend, ins Bett, auf die papierweiße Autobahn dieser Gedanken, wie auch immer. Man fühlt sich nicht / man fühlt sich nicht müde, rotiert darum: rohes Fleisch am Spieß … Es muss durch, es muss ja durch … es muss werden.
Und es sind nicht die Gedanken, die rotieren, wenn man nicht schlafen kann, es sind die Augen, ist dir das schon einmal aufgefallen?
Doch dann – die tröstliche Hand (natürlich nur im Traum, wie extra-überreal).
Bereits schläft man den bunten Schlaf der Vernunft.
Man wacht auf und weiß: Ich habe mich erholt; wo man vorher nicht einmal wusste, dass das nötig war. Und man ist – allerdings noch – erhitzt, doch zurückgekehrt in den ungefähren Umriss, den man sich beim Zähneputzen ausgedacht hat. Aber der fühlt sich dann doch noch etwas feucht und klebrig, fühlt sich an, dieser Rest am Keksförmchen, wie unscharf; und von der Frisur her wie von der Möglichkeit auf eine Tatsache herabgebacken, doch …
Jemand weiß: Man ist auf einem unbestimmten Weg der Besserung.
Wie Gurgeln bei Halsschmerzen; das ist ziemlich logisch.
Was sollte man auch anderes mitzuteilen haben als Hausrezepte – NATÜRLICH, das ist ES!
Alles wird eine magnetische Anziehung haben, was eine spezifische Art von nichtigen Beobachtungen betrifft …
„Hast du das auch? Kennst du das auch?“ … nach diesem Modell ungefähr.
So geht das – diese Sammlung! Eine quasi richtig erotische Zuneigung zu diesen weggeworfenen, vielleicht aber nicht einmal aufgenommenen Dingelchen, was …
Warum sollte man so ETWAS jedoch mit jemandem teilen, warum sollte man es dürfen? Was jeden Tag vorkommt, warum das?

Dann wieder: ein anderes Stück Gitter, das ich auf einen ebenso gefundenen karierten Karton klebe. Das Licht wirft schiefe Muster durch den doppelten Raster. Und ich habe richtig den Eindruck, das Ding sei Kunst. Die Welt scheint mir friedlich und auf einer Metaebene richtig himmlisch etc.
Aber natürlich hat das etwas von einem Explotiation-Poem, dieses Aufblitzen von Erotik und Kampf und Friedenssymbolik etc.
Aber ich kann mir eben die Anziehung nicht erklären. So dränge ich dir diese Fundstücke auf; damit man versteht; Rückschlüsse auf Ursachen probieren kann.
Ja, sollte man aus einem Traummoment nicht rekonstruieren können, welches Bedürfnis von ihm erfüllt worden ist?
Wäre das nicht ein AUFSCHLUSS, von uns, unserer selbst?
Ein bisschen Fiction, das ist schon jene liebevolle Handlung, die zeigt, wie das tägliche Zusammenreimen funktioniert.
Ja, ich möchte dir, wenn ich denn darf, gern diese Sammlung meiner Wie-Briefmarken-Objektchen zeigen: ein peinlicher Trick, den man eigentlich nur benützt, um den Begriff des Klischees zu erklären. Aber man kann diese Steine, Glasscherben, ausgefallenen Puppenaugen, rostigen Maschinenteilchen, Verpackungsstückchen etc. auch hochhalten, um eine bestimmte Reaktion auszulösen – wie schön, wie komisch, wie … immer so weiter.
Man kann dann immer noch eine zweite Testreihe hochhalten – Schnecken, Muscheln, Ammoniten …
Es geht dann augenscheinlich darum, zu sehen, wie schön die Mechanik unserer gläsernen Olimpia funktioniert. Ich, Dr. WIEUNDWAS, untersuche dieses Schöne, dieses Komische, dieses Dings in dem SINN, als es mit Notizen über das Objekt und die jeweilige Reaktion verbunden wird …
Sollte ich eines Tages einmal genug Samples haben, werden wir eine Systematik aufstellen, wir werden das Rätsel LOESEN, das wir sind / wir werden von uns loskommen, dann auf ins All …
Es ist aber vielleicht doch eher mein Ziel, eine spezielle Weise von Abbau zu feiern; die Zauberformel zu finden, mit der der ganze Schrott hier abgebaut werden kann; am besten, indem ich gleichzeitig einen Weg finde, neue, saubere Energie für irgendwas zu erzeugen, mit der das durch die Analyse entstehende Granulat auch fruchtbar werden kann.
ODER … EBEN … EBEN … AUCH … NICHT!
Seien wir ehrlich: Wenn man dieses eigene Funktionieren im Auge hat, steckt man immer als Objekt am Ende des optischen Apparates – ein Objekt, das den sehenden Blick erblickt, aber sicher nicht sich.
Ist das etwa nicht logisch?
Aber natürlich versuche ich von Zeit zu Zeit auch, herauszufinden, wie man einen nicht mehr so einwandfrei funktionierenden Glaskörper mit dem Saug-Schneidegerät bearbeiten kann, um ihn dann vorsichtig mit der nötigen Menge Gas oder Silikonöl aufzupumpen, sodass man danach denkt, man wäre auf einem ganz anderen Planeten, so scharf ist die Sicht, so blank.
Ist das nicht ziemlich aufregend?
Sicher, das ist vielleicht die eigentliche Kunst: die jenes unbekannten ETWAS von vorhin; natürlich aber immer mit Abstrichen, die neue Aktionen notwendig machen – darstellt: Sinn; eine Matrix natürlich, und kein Organ.
Und du bist ja fast schon wieder da, wie schön!
Du bist eine Art Musik, blabla. Da gibts nichts ANDERES daran zu verstehen.
Ich schreibe dir Briefe und schicke sie nie ab. Du schreibst nicht / haust aber nie zurück / du haust auch nie ab, verflixt.
Selbstgespräche, das ist wirklich die peinlichste Masche. Ja, wie alt ist denn das nun wieder?
Du sagst, sie sind hilfreich, wenn man beim LENKEN die Kontrolle behalten möchte; dass man sich nämlich mit lauter Stimme kontrolliert. Gut, langsam lerne ich offensichtlich auch, etwas zärtlicher mit mir umzugehen etc.
Hast du gehört, wie ich früher mit mir redete? Wie erschreckte ich mich!
Ganz wie eine schlechte Soldatin, die ihren Körper FÜR EINE SACHE an die Wand fahren sollte, vermochte ich es nie, mich mein ganzes Leben völlig zu ignorieren, doch ich trainierte hart, das kannst du mir glauben…
Eine sehr gefährliche Frage überhaupt, für welche Richtung man sich …
Man muss sich wirklich immer fragen, welches System man … nun … werden will. Vielleicht wählt man einen dieser Zugänge wie das …
IMPRO-ESELCHEN oder SIMPEL-CHÖRE …
Vielleicht tendiere ich in depressiven Momenten zum alten LOG-LOS ELIAS oder den alten, abgefuckten REMO-SPIELEN …
Immer jedoch bringt genau das System – Mr. EPSON – indem es sich darin ereignet, den berührenden Anschein VON PERSÖNLICHEM hervor, von SPIELCHEN, von POLEMISCHEM, von OPERN, von SCHOENEM.
Ja, mein EPSON, das ist so ein ERSCHEINEN, ein wunderbares VERLOES-CHEN, digital organisiertes MENSCHLEIN, quasi RÖSCHEN.
Und gerade die Ausschaltung der systematischen Willkür, gerade die persönliche Ansprache bedeutete vorhin den Stillstand unserer bebenden Körper. So etwas wird uns aber nur klar, wenn wir die Rede genau so betrachten wie den Touchscreen, den Bildschirm, wie die anderen beiden Medien, aus denen wir hergestellt sind: Der Mensch ist abstrakt, die Maschine weiß aber gar nicht, was DAS ist.
Ich bin aber ein ganz empfindliches Instrument auf der Suche nach Daten.
Was ist witzig, schön, was reizt niemanden?
Immer noch auf der Suche nach dem einzigen WIE, das man sagen könnte; was unsere Beziehung herstellte etc.
Das aber stellt unsere Beziehung her, Doppelpunkt: […]
Ich weiß ja mitnichten, was ES ist!
Das Sein, das Sein … nun, ES SCHEINT in den Sätzen durchaus zu existieren, aber es stößt uns doch zuweilen auf wie eine schlechte Currywurst. Wir sind uns einfach zu selten einig, wie ES ist; ES, ES, ES; das die Stelle zwischen der Rede und unserem Spiel berührt. ES ISST ein Missverständnis, dass ich je über irgendetwas anderes sprechen hätte wollen. Das Sein ist es, das mich schlitzt und das dich beim Küssen in die Lippen beißt. ES ist NATÜRLICH nicht von dieser Welt.
Ja, DAS ist jetzt alles sehr wunderbar.
Ich lege diese fruchtig-riechende, pralle grüne Melone in die Kiste. Da siehst du ES: du packst dir deinen Zylinder daraus heraus, den du für deinen Auftritt brauchst. Wir sind alte Zauberer von Beruf – also, warum beklagen wir uns, dass uns der Trick nicht gelingt, dasselbe aus der Kiste zu holen? Sollten wir vielleicht ein wenig meschugge sein und reif fürs Kabarett? Als Figuren nämlich, die man spielt, indem sie eine Vergangenheit bloß angedichtet kriegen?
„Ich habe die Tugend verloren und nie vermisst“, so Mae West.
Hinter ihr (den Schallwellen, die aus der Maschine dringen), auf dem Fensterbrett sammelt sich die Hitze in dem Stein, den wir im Negev gefunden haben, du und ich. Das ist warm wie ein SCH…T…AAA…EEE…N – also wie ein Ding aus einem ruhigen SELBSTGESPRÄCH; ein ETWAS wie ein Frage, das aus unseren beiden Körpern geschlüpft ist wie etwas von einem anderen SCHTÄRN klingt das; lichtheißes Blech, das sein hohes Amt als etwas, das deine Sinne berührt, mit dem Stolz eines unerfahrenen Jungen erfüllen will.

© LISA SPALT, 2011

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