logo kopfgrafik links adresse mitte kopfgrafik rechts
   

FÖRDERGEBER

   Bundeskanzleramt

   Wien Kultur

PARTNER/INNEN

   Netzwerk Literaturhaeuser

   arte Kulturpartner
   Incentives

JAHRESSPONSOR

   paper-oh
kopfgrafik mitte

Sammlung Hanna Kuh in der Österreichischen Exilbibliothek zugänglich


Hanna Kuh als Krankenschwester, England, 1930er Jahre. Österreichische Exilbibliothek, Sammlung Hanna Kuh

Cover der "Österreicherin im Haushalt", 5. Heft, April 1940. Österreichische Exilbibliothek, Sammlung Hanna Kuh


Hanna Kuh
floh 1938 nach Großbritannien, wo es ihr auf Basis eines domestic work permits möglich war, als Dienstmädchen zu arbeiten. Auf diese Weise überlebte sie als einziges Mitglied ihrer Familie den Holocaust. Sie wechselte mehrmals ihre Stelle und arbeitete unter anderem als Krankenschwester – eine Position, die sie bereits in Österreich inne hatte. Neben Dokumenten, die von ihren Vorbereitungen auf die Emigration zeugen – Heimatschein, Erkennungskarte sowie diverse behördliche Bescheinigungen –, zeichnet die Sammlung durch diverse Publikationen, Flugblätter oder Theaterkarten des Austrian Centres ein Bild der Kulturlandschaft der österreichischen und deutschen Gemeinschaft in England. Einen weiteren Teil nimmt die Korrespondenz mit Familie, Freunden und Trost spendenden Bekannten in Wien ein. Briefe Hanna Kuhs als Verfasserin sind nicht erhalten, doch spiegeln die Antwortschreiben die Schwierigkeiten und Probleme wider, mit denen sie sich in ihrer neuen Umgebung konfrontiert sah. Gleichzeitig zeigen sie die Bemühungen der Familie, ihrer Tochter ins Exil zu folgen und anderen eine Möglichkeit zur Flucht zu vermitteln. Im Nachlass enthalten sind darüber hinaus zahlreiche Objekte – diverse Figuren, Schmuck –, die als Erinnerungsstücke die enge Verbindung der Nachlasserin zu Österreich zeigen, auch wenn diese nie in ihr Geburtsland zurückgekehrt ist. Eine weitere Besonderheit stellt die Zeitschrift Österreicherin im Haushalt dar. Die fünf in dieser Sammlung enthaltenen Ausgaben sind vermutlich die einzig noch erhaltenen Exemplare. Sie ist ein Beispiel für die Mittel und Hilfestellungen, die den EmigrantInnen zu diesem Zeitpunkt an die Hand gegeben wurden, um sich in ihrer neuen Umgebung zu orientieren.

Die Sammlung kam als Schenkung der in England lebenden Tochter Helene Kluger-Lange in die Österreichische Exilbibliothek und gewährt vor allem Einblick in Aspekte des Exils im Alltag. Helene Kluger-Lange hat den Nachlass durch eigene Recherchearbeiten mit zusätzlichen Informationen über die Flucht ihrer Mutter sowie mit Daten über ihren Urgroßvater Ignaz Weissberger und ihren Bruder George – Hanna Kuhs erstes Kind – angereichert.

Der Nachlass wurde von Claudia Geringer bearbeitet und ist zugänglich.

Kontakt: Veronika Zwerger

Wir ersuchen um Voranmeldung.


Suche in den Webseiten  
Link zur Druckansicht
Veranstaltungen
Karl Kraus und die Frauen

Di, 30.05.2017, 19.00 Uhr Lesungen Hilde Schmölzer spricht über das widersprüchliche Frauenbild...

Almas kleiner Fotograf

Do, 01.06.2017, 19.00 Uhr Filmvorführung mit Einführung Die Autorin und Filmemacherin Susanne...

Ausstellung
Brigitta Falkner – Strategien der Wirtsfindung

20.03. bis 29.06.2017 Das Literaturhaus Wien zeigt neue Arbeiten der Autorin und Zeichnerin...

25 Jahre Franz Werfel-Stipendium

02.05. bis 01.06.2017 im Lesesaal 1992 vom damaligen Wissenschaftsminister Erhard Busek ins Leben...

Tipp

Incentives – Austrian Literature in Translation

Neue Beiträge zu Clemens Berger, Sabine Gruber, Peter Henisch, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Barbi...