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Neuzugang Handschriftensammlung: Nachlass Robert Löffler alias "Telemax"


Die erste Telemax-Kolumne vom 14. September 1960 im "Express"

"Kronen Zeitung" 1989

Die Dokumentationsstelle erhielt den Nachlass des 2016 verstorbenen Journalisten Robert Löffler alias "Telemax" als Geschenk. Robert Löffler war einer der bedeutendsten und bekanntesten Kolumnisten und TV-Kritiker unseres Landes. Seine geschliffenen "Telemax"-Kolumnen boten oft weit über den gegebenen Anlass hinaus literarische Kleinkunst in der Tradition eines Peter Altenberg, Karl Kraus oder Alfred Polgar.

Robert Löffler wurde am 8. Mai 1931 in Wien geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Gösing und Kirchberg am Wagram. Vater, Großvater und Urgroßvater waren Lehrer. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Melk studierte Löffler Zeitungswissenschaften an der Universität Wien und wurde Mitte der 1950er Jahre Fernsehkritiker bei der Wiener Tageszeitung Bild-Telegraf. Seine Kollegen in der Redaktion waren Helmut Qualtinger als Filmkritiker, Karl Löbl als Musikkritiker und Hans Weigel mit der wöchentlichen Rubrik In den Wind gesprochen. Die tägliche Fernsehkritik des Bild-Telegraf wurde ursprünglich von mehreren Redaktionsmitgliedern abwechselnd verfaßt, Erfinder des Kolumnentitels "Telemax" war der damalige Chefredakteur Gerd Bacher.

1958 wurde der Bild-Telegraf eingestellt. Robert Löffler ging zum Express und schrieb auch für Hör zu. Ab 1960 wurde die "Telemax"-Kolumne ausschließlich von Robert Löffler verfaßt, wodurch ihr Titel bald zu seinem Pseudonym wurde.

Von Anfang an war die rege Kommunikation mit der Leserschaft Teil des Konzepts der Kolumne. Nach Einstellung des Express 1971 erschienen die "Telemax"-Kolumnen in der Kronen Zeitung - täglich bis zum 29. Oktober 2016.

Robert Löffler starb am 26. Dezember 2016 nach kurzer schwerer Krankheit.

Der Bestand umfaßt 5 große Kartons sowie 4 große Säcke mit sämtlichen "Telemax"-Kolumnen und Leserzuschriften, eine nahezu lückenlose Dokumentation der journalistischen Arbeit Robert Löfflers. Gesammelt und mit großer Sorgfalt aufbereitet wurden die Artikel über all die Jahrzehnte von seiner Ehefrau Luzie, der für ihre außergewöhnliche sammlerische Kondition und Weitsicht nicht genug gedankt werden kann.


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