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Zum Tod der Schriftstellerin Erika Eyer


Erika Eyer 1991

Erika Eyer, Jugendfoto / Beide Bilder stammen aus dem Nachlass im Haus

Erika Eyer
*12. April 1932 (Klosterneuburg)
†13. Februar 2017 (Wien)


Wir haben die traurige Aufgabe, den Tod unseres Mitgliedes / unserer Kollegin Erika Eyer bekanntzugeben. Erika Eyer war der Literatur in der umfassendsten Weise verpflichtet, als Vielleserin mehr noch als Autorin. Sie hat für die Literatur und mit der Literatur gelebt und war dem Literaturhaus in jeder Weise tief verbunden.
Erika Eyer nahm in den 1950er Jahren mehrmals an den legendären Jugendkulturwochen in Innsbruck teil, viele Lebensfreundschaften – u. a. mit Herbert Rosendorfer – sind in dieser Zeit entstanden.
Ihre Gedichte und spritzigen Kurzgeschichten mit einem ganz eigenen Ton erschienen in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Mehr als die ökonomische Notwendigkeit einer Bürotätigkeit war es wohl ihre Bescheidenheit, die sie daran hinderte, an ihrer eigenen literarischen Karriere zu arbeiten. Jene ihrer Freunde verfolgte sie mit großem Wohlwollen und anteilnehmender Begeisterung – u. a. als regelmäßige Besucherin der Veranstaltungen des Österreichischen Schriftstellerverbandes und des Literaturhauses.
Zu ihrem 75. Geburtstags widmeten ihr Freunde den Band  "Eine große Menschenfreundin" (hrsg. von Toni Gruber, Georg Pichler und Evelyne Polt-Heinzl), der erstmals einige ihrer verstreut publizierten Texte sammelte.

Einen großen Bestand an Widmungsexemplaren und Korrespondenzkonvoluten (u. a. mit Brigitte und Wilhelm Meissel, Roman Rocek, Waltraud Seidlhofer oder Ilse Tielsch) sowie viele ihrer – meist stenografierten – Notizbücher, Leselisten und Manuskripte übergab Erika Eyer 2013 als Vorlass der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus.
Sie war uns sehr verbunden und wir waren ihr sehr verbunden. Wir bleiben es, durch ihren nunmehrigen Nachlass, mit dem wir die Erinnerung an sie, ihre Arbeiten und ihre Welt wachhalten werden.

Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren

Robert Huez
Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus

Wien, 15.2.2017


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