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Ferdinand Sauter Durchgefühlt und ausgesagt (Wallstein, 2017)


Ludwig Laher, Foto: Helga Laher-Reuer

Gerhard Ruiss, Foto: Dieter Scherr

Di, 03.10.2017, 19.00 Uhr

Neuerscheinung | Buchpräsentation & Gespräch

Zu Lebzeiten hat Ferdinand Sauter (1804–1854) kein einziges Buch veröffentlicht, obwohl Zeitgenossen wie Adalbert Stifter ihre Vermittlung anboten. Bekannt wurde er durch Publikationen in Zeitschriften, durch Flugblätter und im gesamten Habsburgerreich zirkulierende Abschriften seiner politischen Gedichte, vor allem aber als Vortragender der eigenen, oft ans Eingemachte gehenden Texte.
Nach seinem Sauter-Roman Aufgeklappt (Haymon, 2003) hat sich Ludwig Laher erneut auf die Spur dieses singulären Vormärzdichters begeben und in mühevoller Kleinarbeit eine erste quellenkritische Auswahl von Sauters Texten erstellt und mit einem begleitenden Essay versehen.
In
Durchgefühlt und ausgesagt begegnet uns nun anhand vieler noch nie oder bislang nur verstümmelt veröffentlichter Gedichte ein entstaubter, höchst lebendiger und in Teilen unerwartet aktueller Autor, kompromisslos und radikal, weitsichtig, was die gesellschaftlichen Verhältnisse und politischen Entwicklungen anlangt.
Ludwig Laher
stellt Autor und Werk vor und spricht mit Gerhard Ruiss (IG Autor/inn/en-Geschäftsführer) über die literarische und politische Bedeutung von Sauters Gesamtwerk, durch entstellende Überlieferung von Leben und Werk geschaffene "alternative Fakten", Grenzen des Lektorats und Zensur.

Ludwig Laher, geb. 1955, studierte in Salzburg Germanistik, Anglistik und klassische Philologie. Ab 1979 arbeitete er als Lehrer, Übersetzer und Autor von Romanen, Erzählungen, Lyrik, Essays, Hörspielen, Drehbüchern. Seit 1998 hauptberuflich freier Schriftsteller, lebt Laher in St. Pantaleon und Wien. Übersetzungen seiner Bücher erschienen auf Englisch, Französisch, Japanisch, Kroatisch, Spanisch.
Laher erhielt zahlreiche Literaturpreise; Zuletzt erschienen im Wallstein Verlag die Roman Bitter (2014)  und Überführungsstücke (2016) sowie der Gedichtband was hält mich (2015); www.ludwig-laher.com

(Mit freundlicher Unterstützung der IG Autorinnen Autoren)


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