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Ach! Reden über die Liebe — Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage 2017


Teresa Präauer, Foto: © Thomas Langdon

Franz Schuh, Foto: © Heribert Corn

 

So, 03.12.2017 | Erich Fried Preis 2017

 

11.00 Uhr
Preisverleihung
Die österreichische Autorin und bildende Künstlerin Teresa Präauer erhält den vom Bund gestifteten und mit 15.000 Euro dotierten Erich Fried Preis 2017 – so hat der alleinige Juror 2017, der Schriftsteller und Essayist Franz Schuh, bestimmt.

"Sie ist eine Autorin, die mir geholfen hat, ein Phänomen (genauer: die Darstellung eines Phänomens) besser zu verstehen. Es ist das Phänomen der (bildenden) Kunst. Vor allem in ihrem Buch Johnny und Jean hat Teresa Präauer alle Phrasen, die für "Kunst heute" im Umlauf sind, in die verdiente Bedeutungslosigkeit verbannt. Man lernt durch Präauer die Widersprüchlichkeit des Phänomens Kunst von neuem kennen, seine soziale Verankerung, die internen und externen Praktiken, das Sehnsuchts- und Enttäuschungspotential, das nicht zuletzt alle Versuche motiviert, "von der Kunst zu leben". Präauers Form der Darstellung ist nie belehrend, nie definitorisch oder kommentierend. Der Text ist und bleibt eine Erzählung über eine Freundschaft im Künstler-Konkurrenzkampf, die außerdem noch von der Liebe handelt, von der wir ja einiges durch Erich Frieds Lyrik wissen", so Franz Schuh in seiner Jurybegründung.

Begrüßung: Robert Huez (Literaturhaus Wien)
Einleitende Worte: Klaus Amann (Internationale Erich Fried Gesellschaft)
Laudatio: Franz Schuh
Rede: Teresa Präauer

 

Teresa Präauer, geboren 1979 in Linz, ist Autorin und bildende Künstlerin. Ihr Roman Für den Herrscher aus Übersee wurde 2012 mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt ausgezeichnet. Im Herbst 2014 erschien der Künstlerroman Johnny und Jean, ausgezeichnet u. a. mit dem Droste-Literaturförderpreis. 2016 folgte der hoch gelobte dritte Roman Oh Schimmi. 2017 war sie Writer in Residence am Grinnell College in den USA. Teresa Präauer lebt in Wien.

Franz Schuh, geboren 1947 in Wien, ist ein österreichischer Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker. Franz Schuh schreibt seit mehr als zwei Jahrzehnten pointierte Essays, die oftmals zu Klassikern ihres Genres geworden sind. 1995 erschien sein Roman Der Stadtrat. Eine Idylle, 2006 der vielfach ausgezeichnete Prosaband Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche. Schuh erhielt u. a. den Preis der Leipziger Buchmesse (2006) und den Österreichischen Kunstpreis (2011).
Zuletzt erschienen Der Krückenkaktus (2011), Sämtliche Leidenschaften (2014) und Fortuna. Aus dem Magazindes Glücks (2017).

Ausführlichere Informationen finden Sie unter erichfriedtage.com.


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