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Ach! Reden über die Liebe — Internationales Literaturfestival Erich Fried Tage 2017


Peter von Matt, Foto: © Yvonne Boehler

Cover Sieben Küsse

Zsuzsa Bánk, Foto: © Gaby Gerster

Cover Schlafen werden wir später

Hanne Ørstavik, Foto: © Linda B. Engelberth

Cover Liebe

Hanif Kureishi, Foto: privat

Cover The Nothing

 

Do, 30.11.2017 | Schwerpunkt Prosa & Essay

 

16.00 Uhr
Zeitschriftenpräsentation & Vortrag: Hundert Jahre Zweisamkeit (medien & zeit 3/2017),
Mit:
Bianca Burger, Thomas Ballhausen, Gabriele Falböck, Christina Krakovsky, Julia Himmelsbach

 

17.00 Uhr
Buchpräsentation | Österreichpremiere
Peter von Matt (CH) – Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur (Hanser, 2017)
Der "Meister der literarischen Streifzüge" (NZZ) stellt sein neues Werk über sieben bedeutungsvolle Küsse der Literaturgeschichte von Marguerite Duras bis Heinrich von Kleist vor. Bei Peter von Matt, so ist sich das Feuilleton einig, macht die Kunst der Interpretation ebenso viel Spaß wie die Texte selber.
Einleitung & Gespräch: Karl Wagner (Germanist & Literaturwissenschaftler)

 

20.30 Uhr
Buchpräsentation
| Österreichpremiere
Zsuzsa Bánk
(D) – Schlafen werden wir später (S. Fischer, 2017)
Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt, die Lehrerin Johanna allein in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Eine lange Freundschaft verbindet sie, in E-Mail-Briefen von großer Tiefe, Offenheit und Emotionalität halten sie engen Kontakt. Mit ihrer leisen Poesie ist Bánk ein "Traumschloss der Empfindsamkeit" gelungen (Die Welt).

Buchpräsentation | Wienpremiere
Hanne Ørstavik
(NOR) – Kjærlighet (dt. Liebe, Karl Rauch Verlag, 2017)
Der Kurzroman handelt von einer fein gesponnenen Mutter-Sohn-Geschichte, deren Stimmung an David Lynchs Mulholland Drive erinnert – "ein Wunderwerk der minimalistischen Prosa" (Süddeutsche Zeitung).
Lesung in norwegischer Sprache mit der deutschen Übersetzung als Projektion auf Leinwand.

Einleitungen & Gespräch: Günter Kaindlstorfer (Journalist und Autor)
Gesprächsdolmetschung Norwegisch/Deutsch durch die Übersetzerin
Irina Hron.

 

20.30 Uhr
Buchpräsentation | Erstmals in Österreich
Hanif Kureishi
(GB) – The Nothing (Faber & Faber, 2017)
The Nothing ist eine literarische Tour de Force: Bis zum Schluss lässt der britische Autor offen, ob seine Hauptfigur, der Filmregisseur Waldo – einst Darling der Filmwelt, nun „ein Penis im Rollstuhl“ –  ein durchtriebener rachsüchtiger Sadist ist oder das Opfer eines bösen Spiels.
Einleitung & Gespräch: Wolfgang Popp (Journalist und Autor)
Lesung mit der deutschen Übersetzung als Projektion auf Leinwand, Gespräch in englischer Sprache mir Dolmetschung durch die Übersetzerin Christa Schuenke.

Zsuzsa Bánk, geboren 1965 in Frankfurt/Main. Als Tochter ungarischer Eltern, die nach dem Ungarnaufstand 1956 in den Westen geflohen waren, wuchs Bánk zweisprachig auf. Sie arbeitete zunächst als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Seit 2000 ist Zsuzsa Bánk freie Schriftstellerin mit Wohnsitz in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman Der Schwimmer (2002) wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Es folgten der Erzählband Heißester Sommer (2005), der Roman Die hellen Tage (2011) und zuletzt 2017 der Briefroman Schlafen werden wir später.

Hanif Kureishi, geboren 1954 als Sohn einer Engländerin und eines Pakistani in London.
Der frühe Durchbruch gelang mit zwei Drehbüchern zu den international erfolgreichen Spielfilmen My Beautiful Laundrette (dt. Mein wunderbarer Waschsalon, 1985) und Sammy and Rosie Get Laid (dt. Sammy und Rosie tun es, 1987) unter der Regie von Stephen Frears. Für sein Romandebüt The Buddha of Suburbia (1989, dt. Der Buddha aus der Vorstadt, Kindler, 1990) erhielt Kureishi den begehrten Whitbread Book Award. Sein Roman Intimacy (dt. In fremder Haut, Kindler, 2003) inspirierte den französischen Filmregisseur Patrice Chéreau zum gleichnamigen Filmdrama, das auf der Berlinale 2001 den Goldenen Bären als bester Film gewann. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag die Romane Something to Tell You (2008, dt. Das sag ich dir, 2008), My Ear at His Heart (2004, dt. Mein Ohr an Deinem Herzen. Erinnerungen an meinen Vater, 2011), The Last Word (2014, dt. Das letzte Wort, 2015).

Peter von Matt, geboren 1937 in Luzern, lebt in der Nähe von Zürich. Der Autor war von 1976 bis 2002 Professor für Germanistik an der Universität Zürich. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, der Akademie der Künste Berlin und der Sächsischen Akademie der Künste. 2014 wurde Peter von Matt mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt: Das Wilde und die Ordnung. Zur deutschen Literatur (2007), Wörterleuchten. Kleine Deutungen deutscher Gedichte (2009), Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz (2012).

Hanne Ørstavik, geboren 1969 in der Finnmark, im Norden Norwegens. 1994 erschien ihr Debütroman Hakk (dt. Schnitt). Der literarische Durchbruch kam 1997 mit dem Roman Kjærlighet (dt. Liebe, übers. v. Irina Hron, Karl Rauch, 2017). In den Folgejahren wurde ihr bislang 13 Romane umfassendes Œuvre mit den wichtigsten nationalen Preisen ausgezeichnet, u. a. 2004 mit dem renommierten Brageprisen für Presten (dt. Pastorin). Ørstaviks Bücher handeln von Liebe, von Einsamkeit und der vergeblichen Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Werke zuletzt: Hyenene (dt. Hyänen, 2011), Det finnes en stor åpen plass i Bordeaux (dt. Es gibt da einen großen weiten Platz in Bordeaux, 2013), På terrassen i mørket (dt. Auf der Terrasse im Dunkeln, 2014).

Ausführlichere Informationen finden Sie unter erichfriedtage.com.


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