Do, 31.05.2012, 19.30 Uhr
Vortrag | Film | Publikumsgespräch
„Das Projekt hat zwei Schlusskapitel meines Buches Am Schreibtisch zur Grundlage, darin durchstreifen zwei Herren, Kustos und Besucher, ein postmodernes Museum, das real noch nicht existent ist, aber irgendwann errichtet werden wird: das ‚Deutsche Historische Museum zu Berlin‘, zwischen Reichstag und Spree.“ (Werner Kofler)
Die vielfältigen Beziehungen zwischen dem Autor Werner Kofler (1947-2011) und dem Themenbereich Film sind noch längst nicht erschöpfend erforscht, das gilt nicht nur für Koflers mannigfaltige filmische und mediale Interessen, die sich in Form von Novelisation auch in seinen Texten nachweisen lassen, sondern auch für sein eigenes filmisches Schaffen. Zentral bleibt dabei sein viel diskutierter und nun im Rahmen der Edition „Der österreichische Film“ wieder zugänglicher Film Im Museum, in dem Fragen von Geschichtsschreibung, Vergangenheitsbewältigung und die (Un-)Darstellbarkeit der Shoah mit der für Kofler typischen Schärfe und Klarheit thematisiert werden.
Einleitungsvortrag: Thomas Ballhausen (Filmarchiv Austria)
Film: Im Museum (Regie und Drehbuch: Werner Kofler, 1993; 31 Min.)
Anschließend: Gespräch Thomas Ballhausen und Antonio Fian
(In Kooperation mit Filmarchiv Austria, Diagonale – Festival des österreichischen Films, Hoanzl und kolik – Zeitschrift für Literatur)
Lesetipp: kolik 55 - Dossier Werner Kofler 1947 - 2011.