„Koordinaten“ – Eine Textserie der Exilbibliothek und der Pressedokumentation

 

Die vierteilige Serie „Koordinaten“, kuratorisch betreut von Veronika Zwerger (Österreichische Exilbibliothek) und Thomas Ballhausen (Pressedokumentation) stellt Positionen unterschiedlicher Exilerfahrungen aus der Zeit von 1938 bis 1945 anhand literarischer Texte vor. Die hier erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemachten Quellen stammen aus dem Literaturhaus Wien und werden gemeinsam mit der Zeitschrift Malmoe veröffentlicht.Die sehr unterschiedlichen Texte sind deutlich in ihrem jeweiligen Entstehungszeitraum verankert und sprechen auf literarischem Wege darüber hinaus auch immer noch aktuelle Problematiken an.

Textvielfalt der Exilerfahrungen

Unabhängig davon ob Kurzerzählung, Tagebucheintrag oder Erfahrungsbericht – die Textserie bietet Einstiege in Sammlungen, die entdeckt werden wollen. Nicht zuletzt deshalb versteht sich „Koordinaten“ als Einladung zu Auseinandersetzung, Diskurs und vor allem auch: Lektüre. Die erste Folge, die einen Auszug aus dem „Holloway Journal“ der Journalistin Elisabeth Janstein bietet, kann bereits online nachgelesen werden.

 

In Folge Zwei, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Malmoe zu lesen ist, wurde die Kurzerzählung „Heimweh nach Vineta“ der Autorin Alice Penkala ausgewählt. Informationen zu Penkala, deren Roman „Schokolade für das Afrika-Korps“ unlängst erstmals veröffentlicht wurde, finden sich hier. Die dritte und vierte Folge der „Koordinaten“ erscheinen in der zweiten Jahreshälfte 2017.